ADSL...etwas schneller als schnell

ADSL ist eine neue Breitbandtechnologie mit Bandbreiten von 256 Kbps downstream (Daten empfangen) und 64 Kbps upstream (Daten senden) respektive 512/128 Kbps upstream/downstream. Damit können Sie permanent Online bleiben ohne Mehrkosten zu verursachen, da für ADSL High-Speed-Verbindungen eine fixe monatliche Gebühr erhoben wird. Gegenüber ISDN entsteht damit ein grosses Sparpotenzial weil die variablen Telekommunikationsgebühren wegfallen.

AnwenderInnen, die regelmässig hochauflösende Bilder hin- und hersenden, mit Video-, Audio- oder Internet-Sequenzen in Echtzeit arbeiten müssen oder wollen, kennen das lange Warten vor dem Bildschirm. Beispielsweise, wenn eine mehrere Megabtyes grosse Werbekampagne - in der letzten Minute nochmals perfektioniert - zähflüssig via Netz in die Mailboxen der Verlage tropft.

So manchem Teleworker wurde bisher durch langsame Modemverbindungen viel kostbare Zeit geraubt, wenn er versuchte, die Office-Anwendungen auswärts auf seinen Laptop zu laden. Und trotz ISDN waren im Home Office bei gleichzeitigem Surfen, Telefonieren und Faxen mehrerer Teilnehmer die Telefonleitungen allzu schnell am Anschlag ihrer Kapazität und in der Folge oft belegt. ADSL gibt auch kleineren und mittleren Unternehmen die Chance, sich bereits heute eine Breitbandleitung zu leisten, ohne dass dabei die eigenen Kosten ins Unermessliche schiessen..

Die Grösse für die Übermittlung von Informationen in der Telekommunikation wird in Kilobit pro Sekunde ausgedrückt (Kbps). ISDN erlaubt eine Übermittlung von maximal 128 Kbps. Die ADSL-Technologie ermöglicht bereits Bandbreiten bis zu 512 Kbps. Die Einrichtung erfolgt ohne grossen Aufwand. Für den Anschluss ist ein Modem oder Router notwendig, bei Bedarf kann eine Firewall zum Schutz des Netzwerks installiert werden. Ein gängig ausgerüsteter PC genügt, um von der schnelleren Verbindung profitieren zu können..

Bei ADSL werden schwierig vorauskalkulierbare Telefongebühren durch eine fixe Monatspauschale ersetzt. Wer über ADSL verfügt, kann telefonieren oder faxen und zur gleichen Zeit mit Hochgeschwindigkeit über den Daten-Highway surfen..

Die ADSL-Technologie gehört zur Familie der xDSL-Technologien, die das bestehende Telefonkupferkabel ins Haus für den breitbandigen Zugang zum Datennetz nutzen. Weil im üblichen Telefonverkehr nur ein Bruchteil der Leitung genutzt wird, kann heute dank der DSL-Technologie die Übertragungskapazität der Telefonleitung massiv erhöht werden (bis zu 35-mal).

Damit analoge und digitale Sprach- oder Datensignale neben ADSL-Daten gleichzeitig und ungehindert durch ein und dieselbe Leitung fliessen können, trennt ein DSL-Splitter oder -Filter die Linie in zwei unterschiedliche Kanäle. Internet-Surfen bedeutet, dass in der Regel viel mehr Daten auf den PC heruntergeladen werden, als sie verschickt werden. Der Abwärtskanal (Downstream) vom Netz zum Benutzer ist deshalb grösser als der Aufwärtskanal (Upstream) – daher auch die Bezeichnung asymmetrisch.

In der Schweiz stehen heute Geschwindigkeiten über ADSL bis zu 128 Kbps in Senderichtung (Upstream) und 512 Kbps in Empfangsrichtung (Downstream) zur Verfügung. Per Ende Februar 2001 wird ADSL in 34 Schweizer Städten angeboten, bis Ende Jahr will die Swisscom weitere 50 Städte erschliessen. Denn die Telefon-Kupferleitungen von der örtlichen Telefonzentrale zum Verbraucher sind heute im alleinigen Besitz der Swisscom. Diese bestimmt auch, in welchem Rahmen (Bandbreiten) und welchen geografischen Gebieten ADSL verfügbar ist.

Von „Entbündelung“ spricht man, wenn Swisscom diese Verbindungen – die „letzte Meile“ – zu den Verbrauchern zur Nutzung durch Dritte freigäbe. Eine Freigabe würde bedeuten, dass Easynet und andere Provider ADSL über die eigene Infrastruktur anbieten könnten und dementsprechend auch grössere Flexibilität in der Auslegung des Angebots (z.B. höhere Bandbreiten) und der Preisgestaltung (z.B. Wegfall der Aufschaltgebühr) hätten.